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Ratgeber

Was kostet eine Website? Preise, Spannen und was dahintersteckt

Zwei Angebote für dieselbe Website unterscheiden sich oft um das Zehnfache. Das liegt selten am Können, fast immer am Umfang und daran, wer nach dem Start zahlt. Hier stehen die Spannen, die Sie in Europa sehen. Dazu, was hinter jeder Spanne steckt und was ein faires Angebot schriftlich nennt. Ich baue Websites selbst, zu Festpreisen ab 1.450 Euro netto, und nenne unten meine Zahlen als Vergleichswert unter vielen.

373Produkte migriert für einen niederländischen Möbel- und BettenhändlerWeg von WooCommerce, gleiche Domain, Positionen gehalten. Zahlen aus Dashboards des Kunden.

Fallstudie

373

Produkte migriert

  • 822Feed-Angebote, null Fehler
  • 34Beanstandungen behoben und nachgeprüft
Kostenloser 15-Punkte-CheckSchriftlicher Bericht in zwei Werktagen
Festpreise statt Stundenzettel1.450 oder 2.450 Euro netto, schriftlich
Alles läuft auf Ihren NamenDomain, Hosting, Analytics, vom ersten Tag an
Eine Person, kein TeamPakistan, Kunden in Europa und Großbritannien

Die Preisspannen, die Sie in Europa sehen

Diesen Teil eines Preisratgebers kann man leicht erfinden, deshalb vorab: Ich habe keine Umfrage gemacht und verkaufe Ihnen keine Schätzung als Studie. Was jetzt kommt, ist der Blick aus der Branche heraus. Gewichten Sie ihn entsprechend und prüfen Sie jede Zahl an zwei, drei echten Angeboten.

Baukästen und fertige Vorlagen liegen im niedrigen dreistelligen Bereich. Jemand setzt Ihr Logo und Ihre Texte in ein gekauftes Design. Sie kaufen ein Layout, keine Entscheidung, und die Kosten kommen später.

Ein einzelner Freelancer verlangt für eine kleine Firmenwebsite meist zwischen rund 800 und 4.000 Euro. Die Spanne entsteht fast nur durch die Texte: Am unteren Ende liefern Sie sie selbst, am oberen führt jemand ein Gespräch mit Ihnen und schreibt sie.

Ein kleines Studio, zwei bis acht Leute, dazu jemand, der das Projekt führt, liegt eher ab 4.000 Euro und reicht bis in den niedrigen fünfstelligen Bereich. Eine große Agentur fängt dort an, wo Studios aufhören: Workshops, Markenarbeit, Designsystem, Recherche. Für diese Preisklasse nenne ich bewusst keine Zahl, weil sie bei mir aus zweiter Hand wäre. Der Fehler ist ohnehin nicht die Höhe, sondern der Vergleich über die Preisklassen hinweg.

Genug gesehen? Schicken Sie mir Ihre Webadresse. Den schriftlichen 15-Punkte-Check bekommen Sie innerhalb von zwei Werktagen, kostenlos.

Warum zwei Angebote so weit auseinanderliegen

Meistens ist niemand unehrlich. Zwei Anbieter haben zwei verschiedene Aufträge kalkuliert und dasselbe Wort dafür benutzt. Beim Freelancer fehlen im Angebot am häufigsten die Texte, die Fotos, die Zeit nach dem Start und die Vertretung, denn ein Festpreis ist nur so verlässlich wie der Kalender eines einzelnen Menschen. Beim Studio fehlen Lizenzgebühren und alles, was nicht in der Leistungsbeschreibung steht. Beim Baukasten fehlt das zweite Jahr.

Festpreis, Tagessatz und Monatspauschale sind drei Arten, dieselben Stunden zu kaufen. Der Festpreis verlagert das Risiko auf den Anbieter und passt zu Arbeit, die man vorher beschreiben kann. Der Tagessatz verlagert es auf Sie und passt, wenn das Ziel wirklich offen ist; bestehen Sie dann auf einer Schätzung in Tagen und einer Obergrenze. Eine Monatspauschale ist richtig für Arbeit, die nie fertig wird, und falsch für einen Bau: Eine Website als niedrige Monatsrate ist meist eine Finanzierung, die sich Service nennt. Fragen Sie, was die Mindestlaufzeit insgesamt kostet und was Ihnen an dem Tag gehört, an dem Sie aufhören zu zahlen.

Die Seitenzahl ist eine schlechte Einheit, und trotzdem verkaufen fast alle danach, ich eingeschlossen, weil sie das Einzige ist, was Sie vor Beginn nachprüfen können. Startseite und Kontaktseite sind beide eine Seite; die eine kostet einen Tag Nachdenken, die andere zwanzig Minuten. Stellen Sie deshalb immer die eine Frage, die das löst: Welche Seiten genau, und was steht auf jeder einzelnen?

Was den Preis zu Recht nach oben treibt

Texte sind der Posten, der am häufigsten fehlt, und er ist nicht klein. Eine Leistungsseite, die aus einem echten Gespräch mit der Person entsteht, die das Produkt verkauft, kostet Stunden. Auf eine ganze Website hochgerechnet sind die Texte entweder ein großer Teil des Preises oder gar nicht enthalten. Beides ist in Ordnung; nicht zu wissen, was davon gilt, ist es nicht, denn dann schreiben Sie abends um neun und es liest sich auch so. Bei den Fotos ist es dasselbe.

Teurer wird es außerdem zu Recht durch: einen Shop statt einer reinen Broschürenseite, mehrere Sprachen, eine Anbindung an Warenwirtschaft oder CRM, viele Produktdaten, einen Umzug mit Weiterleitungen, Barrierefreiheit nach Norm und rechtliche Arbeit wie Impressum, Datenschutz und Einwilligungsbanner. Jeder dieser Punkte ist echte Arbeit und muss im Angebot stehen. Ein höherer Preis ohne einen dieser Gründe ist einfach ein höherer Preis.

Zwei Dinge sollten dagegen nichts extra kosten. Responsiv heißt nur, dass das Layout auf dem Handy nicht auseinanderfällt, und das ist 2026 die Grundlage, keine Zusatzleistung; fragen Sie stattdessen nach der Ladezeit als Zahl und nach dem Gerät, auf dem getestet wird. Und "SEO inklusive" bedeutet fast immer nur die Grundlagen: Titel und Beschreibung auf jeder Seite, eine Hauptüberschrift, Sitemap, saubere URLs. Das gehört in jedes Projekt, ist aber keine Suchmaschinenarbeit und bringt Sie bei keinem umkämpften Suchbegriff nach vorn.

Was ein faires Angebot schriftlich nennt

Drei Eigentumsfragen müssen schriftlich beantwortet sein, bevor Geld fließt. Wem gehören Code und Design nach der Bezahlung? In Deutschland ist das Urheberrecht nach § 29 UrhG nicht übertragbar, außer im Erbfall. Sie kaufen also ein Nutzungsrecht nach § 31, und dessen Umfang muss im Vertrag stehen. Und wer ist Domaininhaber? Bei einer .de-Domain zählt der bei der DENIC eingetragene Inhaber, nicht die Zusage, die Domain gehöre ohnehin Ihnen.

Auf wessen Namen laufen Hosting und Konten? Der Vertrag sollte auf Ihren Namen laufen und von Ihnen bezahlt werden, der Dienstleister wird nur als Benutzer hinzugefügt. Dasselbe gilt für Analytics, die Search Console und jedes Werbekonto: am ersten Tag mit Ihrer E-Mail-Adresse angelegt. Sonst verlieren Sie beim Wechsel die Historie, und genau die sagt dem Nächsten, ob überhaupt etwas gewirkt hat.

Der Bau ist eine einmalige Sache, der Betrieb einer Website ist ein Abonnement. Rechnen Sie mit dem ganzen Jahr, nicht nur mit dem Start: Hosting, Domainverlängerung, Plattformgebühr, Lizenzen für Design und Erweiterungen, Datensicherungen, ein Formular- oder Maildienst, dazu Wartung oder ein Stundensatz pro Änderung. Jede Position ist klein, zusammen übersteigen sie oft den Unterschied zwischen den beiden Angeboten, über denen Sie gerade brüten. Sicherheitsupdates müssen eigens benannt sein: Steht im Angebot nicht, wer sie einspielt, macht es niemand.

Neu ist die Barrierefreiheit. Die EU-Richtlinie 2019/882 gilt seit dem 28. Juni 2025 und ist in Deutschland im Barrierefreiheitsstärkungsgesetz umgesetzt. Onlineshops für Verbraucher fallen darunter, technischer Maßstab ist die EN 301 549, die WCAG 2.1 Stufe AA übernimmt. Eine eigens für diese Richtlinie geschriebene Fassung ist noch in Arbeit, fragen Sie also nach, welche Ihre Aufsichtsbehörde nennt; für reine Broschürenseiten ohne Verkauf ist die Lage nicht geklärt. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, weniger als zehn Personen beschäftigen und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme haben, sind nach Artikel 4 Absatz 5 ausgenommen. Liegen Sie darüber, gehört Barrierefreiheit ins Angebot und nicht in die Nachverhandlung.

Fallstudie

Ein Möbelhändler: drei Shops, drei Werbekonten und ein CRM

Ein Plattformwechsel ist der Moment, in dem Rankings normalerweise verloren gehen. Hier nicht: dieselbe Domain, 739 Weiterleitungen, 68 Kategorien neu zugeordnet.

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Meine eigenen Zahlen, im selben Maßstab

Es wäre seltsam, das alles zu schreiben und Sie meine Preise nicht vergleichen zu lassen. Alle Beträge netto. Der 15-Punkte-Check kostet 0 Euro, der schriftliche Bericht kommt in zwei Werktagen zurück, Sie müssen nichts installieren. Audit mit 90-Tage-Plan 290 Euro, die voll auf das angerechnet werden, was Sie danach kaufen. Starter-Umbau 1.450 Euro fest, auf einem erprobten Layout mit Ihren Texten, die ich straffe. Kompletter Umbau 2.450 Euro fest, mit eigenem Design und neuen Texten, drei Wochen, die Hälfte vor Arbeitsbeginn, die Hälfte bei Livegang, jede weitere Seite 350 Euro.

Laufend: Suchmaschinenarbeit 490 Euro im Monat für die Technik, einen Artikel und die Berichte, oder 950 Euro für drei Artikel, Linkarbeit und eine Strategieprüfung im Quartal. Beide starten mit drei festen Monaten, danach läuft es monatlich weiter. Onlineshop 895 Euro im Monat, der Umzug ist enthalten, ebenfalls drei feste Monate zum Start, danach monatlich mit 30 Tagen Frist. Eigene Systeme ab 2.950 Euro plus 295 Euro im Monat.

Damit liege ich bewusst in der oberen Hälfte der Freelancer-Spanne und nicht bei den Studios, mit den Folgen, die man erwarten kann. Eine Person ist schneller und günstiger, es sitzt kein Kundenbetreuer dazwischen, und es gibt keine Vertretung. Wenn Sie nachts um drei ein Team brauchen, kaufen Sie ein Team. Ich bin Johar Rehman und arbeite allein aus Pakistan für Kunden in Europa und Großbritannien. Fotos sind in keinem Preis enthalten. Domain, Hosting, Analytics, Search Console und Werbekonten laufen vom ersten Tag an auf Ihren Namen. Wenn Sie aufhören, behalten Sie alles.

Noch eine Zeile zur Steuer, weil das bei einem Anbieter außerhalb der EU dazugehört. Ich stelle meine Rechnungen aus Pakistan. Für Sie als umsatzsteuerlich registriertes Unternehmen greift das Reverse-Charge-Verfahren, in Deutschland § 13b UStG: Sie melden die Umsatzsteuer selbst an. Das ändert Ihre Buchhaltung, nicht Ihre Kosten, solange Sie voll vorsteuerabzugsberechtigt sind. Sind Ihre Umsätze steuerfrei, etwa im Gesundheitsbereich, wird die Steuer zu echten Kosten. Fragen Sie im Zweifel Ihren Steuerberater.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen?

Bei einem einzelnen Freelancer meist zwischen rund 800 und 4.000 Euro netto, je nachdem, ob die Texte enthalten sind. Baukastenseiten liegen darunter, kleine Studios beginnen eher bei 4.000 Euro. Meine Festpreise sind 1.450 Euro für den Starter auf einem bewährten Layout, mit Ihren überarbeiteten Texten, und 2.450 Euro für den kompletten Aufbau mit eigenem Design und Texten aus Gesprächen mit Ihnen.

Warum liegen zwei Angebote für dieselbe Website so weit auseinander?

Weil sie zwei verschiedene Aufträge beschreiben. Die Unterschiede stecken in den Texten und Fotos, in der Zeit nach dem Start, in Lizenzen und in der Frage, wem am Ende Code, Domain und Konten gehören. Vergleichen Sie erst, wenn beide Angebote dieselben Punkte schriftlich benennen.

Welche Fragen sollte ich jedem Anbieter schriftlich stellen?

Sieben. Welche Seiten genau, nicht nur wie viele? Wer schreibt die Texte, wer liefert die Fotos? Wem gehören Code und Nutzungsrechte, und steht das im Vertrag? Auf wessen Namen laufen Domain, Hosting und Analytics? Was kosten zwölf Monate mit allen Verlängerungen und Lizenzen? Was kostet eine Änderung nach dem Start, und wie lange dauert sie? Was nehme ich mit, wenn ich in achtzehn Monaten gehe? Wer sein Geschäft kennt, braucht dafür zehn Minuten.

Ist eine günstige Website immer eine schlechte Website?

Nein. Für einen Handwerksbetrieb, der Telefonnummer, Adresse und drei Fotos braucht, ist eine Baukastenseite ein vernünftiger Kauf, und 5.000 Euro wären der Fehler. Günstig wird schlecht, wenn die Seite eine Aufgabe bekommt, für die sie nie gebaut wurde: eine erklärungsbedürftige Leistung verkaufen, in der Suche mithalten oder mehr als eine Handvoll Seiten tragen.

Neu bauen oder die bestehende Website reparieren?

Reparieren, wenn die Struktur stimmt. Bei einer eigenen technischen Prüfung von 1.089 niederländischen Firmenseiten und kleinen Shops waren 1.033 erreichbar; davon antworteten 53 Prozent langsam, und 27 Prozent hatten gar keine strukturierten Daten. Fast alles davon ist eine Stunde Arbeit und kein neues Design. Die Prüfung hat allerdings bewusst nichts über Design oder Texte gemessen, sie ist also nur die halbe Antwort. Ein Neubau lohnt sich, wenn die Seiten nicht zu dem passen, was Menschen suchen, oder wenn Sie nichts selbst ändern können.

Was kostet eine Website laufend, nach dem Start?

Das hängt von der Plattform ab, die Posten sind aber immer dieselben: Hosting, Domain, eventuell eine Plattformgebühr, Lizenzen, Datensicherungen, ein Maildienst und Wartung. Zählen Sie die zwölf Monate zusammen, bevor Sie zwei Angebote vergleichen. Bei mir kostet die laufende Suchmaschinenarbeit 490 oder 950 Euro im Monat, ein Onlineshop 895 Euro im Monat, Umzug inklusive.

Ändert sich etwas bei einem Onlineshop?

Die Eigentumsfragen ändern sich nicht, sie wiegen nur schwerer, weil ein Shop auch Kundendaten und Bestellhistorie speichert. Anders ist, dass die Arbeit nie endet, deshalb rechne ich einen Shop monatlich ab, Umzug inklusive. Bei einem niederländischen Möbelhändler wurden 373 Produkte und 835 Varianten von WooCommerce auf Shopify umgezogen, 68 Kategorien neu zugeordnet, 739 Weiterleitungen eingerichtet, gleiche Domain, Position in der Suche gehalten.

Erst prüfen, dann Angebote einholen

Schicken Sie mir Ihre Webadresse per E-Mail oder WhatsApp. Sie bekommen den 15-Punkte-Check schriftlich zurück, kostenlos. Nutzen Sie ihn, um Angebote zu vergleichen, auch wenn Sie am Ende jemand anderen beauftragen.